Uli Maslo

Uli Maslo

Uli Maslo stieg beim FC Schalke 04 vom Jugendtrainer bis zum Chefcoach auf und ärgert sich noch heute, dass er mit den Königsblauen nicht Deutscher Meister geworden ist, »obwohl wir die Mannschaft dafür hatten – aber leider nicht das Umfeld«. Hier stellt er seine Traumelf aus früheren Schützlingen vor, die fast komplett aus Schalker Legenden besteht. Zudem blickt er auf seine jahrzehntelange Trainerkarriere zurück und erinnert sich an einen unberechenbaren Präsidenten, ein enttäuschendes 1:1 mit St. Pauli bei den Bayern und erklärt, warum er ein Befürworter der WM 2022 in Katar ist.

Die Traumelf von Uli Maslo

Taktische Aufstellung

Uli Maslo über…

Norbert Nigbur // Torwart // Schalke 04

Zu meiner Zeit haben die Trainer das Torwarttraining noch selbst gemacht, weil die Vereine anders als heute keinen großen Stab hatten. Norbert hatte starke Reflexe, eine enorme Sprungkraft und war körperlich überragend. Seine Athletik kam nicht von ungefähr, denn er hat sich in jeder Trainingseinheit voll reingehängt! Mit ihm zu arbeiten war ein Erlebnis! Er war ein Energiemonster und mit Abstand der ehrgeizigste Spieler, den ich unter meinen Fittichen hatte. Er wollte sich immer verbessern! Normalerweise hassen Torhüter die Sandgrube, weil die unglaublich anstrengend ist und voll in die Beine geht. Doch Norbert hat die Grube geliebt! Wenn sie eine Weile nicht auf dem Trainingsplan stand, hat er von sich aus danach gefragt. Nach dem Training in der Sandgrube waren wir beide fix und fertig. (lacht)

Ersatztorwart: Bernd Franke, Eintracht Braunschweig.

Wim Suurbier // Rechter Verteidiger // Schalke 04

Wim Suurbier kam 1977 als niederländischer Nationalspieler und Vize-Weltmeister von Ajax Amsterdam zu Schalke. Auf ihn konnte ich mich als Trainer zu 100 Prozent verlassen. Er war pfeilschnell, laufstark, technisch beschlagen und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Egal wie der Spielstand, wer der Gegner oder wie das Wetter war, Wim hat seine Leistung gebracht und der Mannschaft geholfen. Nur im letzten Drittel war er nicht mehr ganz so stark, aber das war auch nicht seine Aufgabe, er hat seine Seite dicht gemacht und die Bälle nach vorgetragen.

Ersatz: Lothar Huber, Borussia Dortmund.

Klaus Fichtel // Innenverteidiger // Schalke 04

Klaus Fichtel war für mich der Prototyp eines Innenverteidigers. Er war der Abwehrchef, hat eine große Ruhe ausgestrahlt und einen positiven Einfluss auf seine Mitspieler ausgeübt. Herausragend waren sein Antritt und sein Zweikampfverhalten. Mit seiner einmaligen Intuition wusste er schon vorher, was die Angreifer vorhaben, sodass er die Bälle oft abgelaufen und die Gegner vom Ball getrennt hat, ohne sie zu berühren. 

Bis heute hält Fichtel den Rekord für den ältesten Bundesliga-Spieler. Dass er mit 43 Jahren noch für Schalke in der Bundesliga auf dem Platz stand, war kein Zufall. Klaus war ein absoluter Musterprofi und mit seiner Einstellung ein Vorbild für seine Mitspieler. Er war nicht nur als Erster beim Training und ist als Letzter gegangen, sondern hat sich auch seinem Körper gegenüber so verhalten, wie es ein verantwortungsbewusster Profi tun sollte. Klaus hat seinen Körper gepflegt, auf seine Ernährung geachtet, war regelmäßig im Entmüdungsbecken und hat sich regelmäßig vom Physiotherapeuten behandeln lassen. In meiner Traumelf würde ich ihm die Kapitänsbinde geben.

Ersatz: Dirk Dammann, FC St. Pauli.

Rolf Rüssmann // Innenverteidiger // Schalke 04

Rüssmann und Fichtel haben eine erstklassige Innenverteidigung ergeben, die die optimal ergänzt hat. Während Klaus eher den Libero gab, spielte Rolf direkt gegen den Mann. Im direkten Duell war Rolf sowohl am Boden als auch in der Luft kaum zu überwinden. Mit seinen langen Haxen hat er mit einer Grätsche locker 10 Meter überbrückt. (lacht

Mit seiner Spielweise und seinem kräftigen Körper war er in der Defensive optimal aufgehoben, konnte bei Kontern mit seinen langen Schritten schnell das Mittelfeld überbrücken. In der Offensive war er bei Standardsituationen eine Waffe: Bei Freistößen und Eckbällen ist er mit in den gegnerischen Strafraum gegangen und hat die Abwehr mit seiner Kopfballstärke vor große Probleme gestellt. 

Dass Rolf später nach seiner aktiven Karriere die Funktionärslaufbahn eingeschlagen hat und auf Schalke, in Gladbach und beim VfB Stuttgart Manager wurde, hat mich nicht überrascht. Schon als Spieler hat er sich nicht nur für das Spiel an sich interessiert, sondern auch für das Ganze drumherum: die Transfers, das Organisatorische und mit welchen Mitteln die Mannschaft mehr Erfolg haben kann etc. Als Manager bestand seine Stärke vor allem darin, die Qualität von Spielern richtig zu beurteilen zu können.

Ersatz: Hans „Hasse“ Borg, Eintracht Braunschweig.

Helmut Kremers // Linker Verteidiger // Schalke 04

Helmut Kremers hat alles mitgebracht, was ein Außenverteidiger braucht: eine hohe Spielintelligenz, ein erstklassiges Stellungsspiel und ein cleveres Defensivverhalten. Dadurch konnte er seine Gegenspieler meist schon mit geringem Aufwand ausschalten. Darüber hinaus hatte er die Fähigkeiten, sich nach vorne einzuschalten, gefährliche Flanken zu schlagen und selbst regelmäßig Tore zu schießen. Vor allem bei Strafstößen hatte er eine fast 100-prozentige Quote.

Innerhalb der Mannschaft war Helmut ein Leadertyp und ein unumstrittener Kapitän. Sein Wort galt. 1974 ist er mit Deutschland Weltmeister geworden, kam dort aber richtig nicht zum Zug, weil er das Pech hatte mit Paul Breitner einen starken Konkurrenten zu haben, dem Bundestrainer Helmut Schön bei dem Turnier den Vorzug gegeben hat.

Ersatz: Franz Merkhoffer, Eintracht Braunschweig.

Siggi Held // Rechtes offensives Mittelfeld // Borussia Dortmund

Siggi Held war ein Spieler, der seine Fähigkeiten voll und ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Er war ungemein fleißig und trotzdem leichtfüßig. Vor dem Tor war er kein Vollstrecker, doch hat mit seiner Schnelligkeit und seinen klugen Zuspielen Angriffe eingeleitet und viele Tore vorbereitet. Er war vor dem Tor zwar kein großer Vollstrecker, aber ein erstklassiger Vorbereiter. Selbst mit 35 Jahren war er noch Stammspieler und hatte eine große Präsenz auf dem Platz. 

Während andere sich gerne für ihre Tore und Vorlagen feiern ließen, blieb Siggi stets bescheiden. Statussymbole oder dergleichen brauchte er nicht. Ich bin mir sicher: Wäre Siggi heute Profi, hätte er als einziger Spieler in der Mannschaft kein Tattoo.

Ersatz: Marcel Raducanu, Borussia Dortmund.

Branko Oblak // Defensives Mittelfeld // Schalke 04

Branko Oblak war Kapitän der jugoslawischen Nationalmannschaft, die in den 1970er Jahren für einige Überraschungen gesorgt hat. Im Spiel war er 90 Minuten unterwegs, hat die Abwehr und das Mittelfeld organisiert, hatte kluge Ideen und konnte wie ein Spielmacher wunderbare Pässe schlagen und damit Angriffe initiieren. Zudem war er ein Leader mit einer großen Autorität, der mit seiner robusten Art auch Zeichen zu setzen wusste. Wenn ein Gegner zu frech wurde, hat sich Branko der Sache angenommen. 

Die Sechserposition hatte früher noch nicht die Bedeutung, die ihr heute zugeschrieben wird, doch Branko hat sie schon damals mit seiner Spielweise und großen Persönlichkeit zu einer Schlüsselposition gemacht.

Ersatz: Michael Zorc, Borussia Dortmund.

Hannes Bongartz // Linkes Mittelfeld // Schalke 04

Hannes war laufstark wie ein Sechser und torgefährlich wie ein Zehner. Auf der linken Seite hat er viel Druck nach vorne gemacht und das Spiel belebt. Es gibt Spieler, die sind auf andere angewiesen, um ihre Stärken zu zeigen. Bei Hannes war das nicht der Fall. Er konnte das Heft im Spiel selbst in die Hand nehmen und hat mit seinen Pässen, Alleingängen und Schüssen aus der zweiten Reihe immer wieder Impulse gesetzt.

Ersatz: Herbert “Aki” Lütkebohmert, Schalke 04.

Rüdiger Abramchyik // Rechtsaußen // Schalke 04

Ich habe “Abi” kennengelernt, als ich ihn in der Schalker B-Jugend trainiert habe. Schon da war mir klar, dass er es nicht nur bei Schalke in den Profi-Kader schafft, sondern auch ein Kandidat für die Nationalmannschaft werden würde. Besonders imponiert hat mir seine Unbekümmertheit. Auf dem Platz war er ein frecher Hund, der sich etwas zugetraut hat. Diesen Mumm vermisse ich heute bei vielen jungen Spielern wie zum Beispiel Julian Draxler, der eigentlich alles kann, es aber – aus welchen Gründen auch immer – im Spiel nicht zeigt.

Abi war pfeilschnell und konnte aus vollem Lauf so präzise Flanken schlagen wie kaum ein anderer auf der Welt. Damit hat er Klaus Fischer unzählige Tore aufgelegt. Es war ein Traum, wie gut die beiden eingespielt waren. Leider wurde er irgendwann eifersüchtig auf die vielen Tore von Klaus und wollte selbst mehr im Rampenlicht stehen. Daraufhin hat er sein Spiel umgestellt und ist häufiger in die Mitte gezogen, um selbst den Abschluss zu suchen. Zwar hat er dadurch mehr Tore gemacht, doch unterm Strich ist es dem Spiel unserer Mannschaft nicht gut bekommen. Als Trainer habe ich versucht, Abi wieder davon abzubringen, bin mit meinen Argumenten aber nicht vollends zu ihm durchgedrungen. 

Nichtsdestotrotz war Abi ein super Typ, den man einfach gernhaben musste. Mit seiner positiven Art hat er in der Mannschaft für Stimmung gesorgt.

Ersatz: Daniel Popivoda, Eintracht Braunschweig.

Erwin Kremers // Linksaußen // Schalke 04

Wenn ich an meinen Freund Erwin denke, zaubert mir das heute noch ein Lächeln ins Gesicht. Ich behaupte, dass es in der Geschichte der Bundesliga keinen besseren Linksaußen gab als ihn. Er war stark im Dribbling, beidfüßig und konnte aus vollem Lauf haargenaue Flanken schlagen. Und seine Schnelligkeit war einmalig: Auf den ersten 15 Metern hat er jedes Laufduell gewonnen, sodass man ihn super im Raum anspielen konnte.

Das Dreigestirn aus Erwin Kremers, Klaus Fischer und Rüdiger Abramchyik ist meiner Meinung nach das Beste, was jemals eine deutsche Vereinsmannschaft in der Offensive zu bieten hatte.

Ersatz: Wolfram Wuttke, Schalke 04. 

Klaus Fischer // Mittelstürmer // Schalke 04

Klaus war ein Mittelstürmer, wie es ihn nur alle paar Jahrzehnte gibt. Seine 268 Tore in der Bundesliga sprechen für sich, nur Gerd Müller hat mehr Treffer erzielt. Klaus ist einer der besten und komplettesten Spieler, die ich trainiert habe: antrittsschnell, kopfballstark und mit der richtigen Einstellung für seinen Job. Sein Glück war, mit Abramchyik und Erwin Kremers wunderbare Mitspieler zu haben, die ihn perfekt bedienen konnten. 

Wenn Klaus ein Zuspiel bekam, konnte er sich so sehr auf den Ball fokussieren, wie ich es sonst nur bei Helmut Rahn erlebt habe, mit dem ich früher bei Rot-Weiß Essen als Spieler auf dem Platz gestanden habe. Selbst wenn Klaus den Ball im Training aus 5 Metern aufs leere Tor geschossen hat, war er dabei zu 100 Prozent konzentriert. Das kann man nicht lernen! Deswegen war zwar nicht jede Chance ein Tor, aber er hat zumindest fast jeden Ball aufs Tor gebracht. Auch wenn die Zuspiele mal ungenau kamen, hat er nicht abgewunken, sondern hat alles getan, um irgendwie an den Ball zu kommen, notfalls mit seinen berühmten Fallrückziehern. 

Ersatz: Manni Burgsmüller, Borussia Dortmund.

Karriere-Insights von Uli Maslo

Meine schönste Station als Trainer 

Meine Zeit auf Schalke von 1972 bis 1977 war meine schönste Station. Ich bin dort als Jugendtrainer mit der B-Jugend und der A-Jugend Deutscher Meister geworden. Ich ärgere mich bis heute, dass mir das nicht auch mit den Profis gelungen ist, die ich erst als Co- und schließlich als Chef-Trainer betreut habe. Die Mannschaft der 1970er Jahre war die beste Schalker Mannschaft aller Zeiten! Als Trainer war es für mich die pure Freude, mit so hoch veranlagten Spielern und tollen Charakteren zusammenzuarbeiten. Sie hatten die richtige Schalke-Mentalität und waren bereit, hart zu arbeiten. Es ist eine Schande, dass diese Mannschaft nicht mindestens einmal Deutscher Meister wurde. Sie hatte definitiv die sportliche Qualität dafür, aber leider nicht das passende Umfeld. Es ist ein Jammer, wie das Potenzial durch eigenes Zutun regelrecht vergeudet wurde! 

Dabei denke ich vor allem an den Bundesliga-Skandal, wodurch wichtige Spieler wie Fischer, Fichtel, Libuda, Rüssmann und viele mehr teilweise monate- oder sogar jahrelang gesperrt wurden und den Verein verlassen haben. Auch die Funktionäre haben es mir als Trainer und der Mannschaft oft unnötig schwer gemacht. Ich erinnere mich zum Beispiel Günter “Oskar” Siebert, der nach seiner Wahl zum Präsidenten ins Trainingslager kam und am Abend vor unserem wichtigen Spiel gegen Borussia Dortmund eine Ansprache an die Mannschaft hielt. Dabei verkündete er den Spieler, dass alle Verträge ungültig seien, die sein Vorgänger mit ihnen abgeschlossen hat. Das sorgte natürlich für große Unruhe in der Mannschaft, sodass die Konzentration auf das Sportliche völlig dahin war. Solche Geschichten waren kein Einzelfall.

Meine Philosophie als Trainer

Nachdem ich als Trainer in der Bundesliga einige Erfahrungen gesammelt habe, stand für mich irgendwann fest, mich nicht mehr nach dem Gegner zu richten, sondern stattdessen immer das gleiche System zu spielen. Die Idee dahinter: Wenn meine Mannschaft das über 34 Spieltage macht, entstehen Automatismen. Mit der Zeit weiß jeder Spieler zu jedem Zeitpunkt, was er zu tun hat und was die Mitspieler machen. 

Zu meiner Zeit bei St. Pauli entstand mein favorisiertes 3-3-3-1-System: Die Dreierabwehrkette konzentriert sich auf die Abwehrarbeit. Von den drei Leuten im Mittelfeld ist einer der Sechser, während die anderen beiden die Halbpositionen besetzen. Die offensive Dreierreihe besteht aus einer hängenden Spitze und zwei Flügelspielern, die nur nach hinten arbeiten müssen, wenn sich ihre direkten Gegenspieler nach vorne einschalten. Der Mittelstürmer vorne ist der Zielspieler und fungiert mit dem Rücken zum Tor als Anspielstation.

Meine Zeit bei St. Pauli

Vor allem bei St. Pauli war das 3-3-3-1-System mit Leuten wie Martin Driller, Thomas Sobotzik und Matthias Springer in der Offensive perfekt für uns. Wir sind 1995 in die 1. Bundesliga aufgestiegen und haben dann souverän die Klasse gehalten. Eine bleibende Erinnerung ist unser Spiel beim großen FC Bayern. Bis zur 90. Minuten haben wir mit 1:0 geführt und hatten beste Torchancen zum 2:0, doch haben mit den Abpfiff noch den Ausgleichstreffer kassiert. Obwohl wir als völliger Außenseiter einen Punkt geholt haben, waren wir schwer enttäuscht. Auf der Rückfahrt herrschte eine Stimmung, als ob wir 0:7 verloren hätten.

Wir haben zwei Jahre am Limit gespielt. Leider habe ich nach dem Klassenerhalt nicht die Verstärkungen bekommen, denn man als Aufsteiger auf Dauer braucht. Bei einigen Spielern stand die Vertragsunterzeichnung kurz bevor, doch dann hat das Management noch einen Rückzieher gemacht, obwohl die Kandidaten wirklich nicht teuer waren. Vielleicht würde St. Pauli heute noch in der Bundesliga spielen, wenn die damals mehr auf den Trainer gehört hätten statt auf die Einflüsterer in der Geschäftsstelle. (lacht)

Meine Zeit als Trainer im Ausland

Ich habe rund zehn Jahre als Vereins- und Nationaltrainer im Mittleren Osten gearbeitet. Das ist in vielerlei Hinsicht eine ganz andere Welt. Positiv überrascht hat mich zum einen das fußballerische Niveau und zum anderen die Fußballbegeisterung der Menschen. Ich wurde dort sehr hofiert und hatte ein überaus privilegiertes Leben. Als ich mal mit einem Luxusauto mit Flügeltüren abgeholt wurde, wusste ich erst gar nicht, wie ich da einsteigen soll. (lacht

Ende der 1980er Jahre wurden zu meiner Zeit in Katar riesige Mengen an Erdgas entdeckt. Von da an Begann der Aufstieg Katars zum reichsten Land der Welt und ich konnte die Entwicklung hautnah verfolgen. Es ist unglaublich, was dort seitdem passiert ist. Wo früher Wüste war, ist heute ein riesiger See, an dem zahlreiche Villen stehen, zu denen die Besitzer mit Schiffen vorfahren! 

Ich freue mich, dass die WM 2022 in Katar stattfindet. Für mich ist es ein Dankeschön an die fußballbegeisterten Menschen im arabischen Raum. Die bisherigen WM-Teilnehmer Iran, Irak Saudi-Arabien, oder Kuwait haben zwar eine größere Fußballtradition, doch Katar ist in der Region das einzige Land, das über die Mittel verfügt, solch ein Großereignis auszurichten. Der Mittlere Osten hat es verdient, auch mal Ausrichter zu sein. Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Stadien voll sein werden. 

Zu den Vorwürfen der Bestechung sage ich nur soviel: Die Kataris sind genauso an die WM gekommen wie alle andere Ländern in den letzten 50 Jahren vor ihnen auch. Kein Ausrichter soll so tun, als ob er die WM allein mit guten Argumenten bekommen hätte.

Mein Fazit

Der Job als Trainer ist oft harte Arbeit und bringt immer wieder neue Herausforderungen mit sich, doch unterm Strich war es für mich eine wunderschöne Zeit – egal ob es auf Schalke, beim BVB, bei St. Pauli, in Braunschweig oder im Mittleren Osten war. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte und betrachte es als Geschenk, dass ich so viele Jahre im Profi-Fußball arbeiten konnte.

Bildcredits: imago / teutopress

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